Bowen-Therapie

Kurze Geschiche der Bowen-Therapie

Ihnen Namen verdankt die noch junge Bowentherapie dem Australier Thomas A. Bowen (1916-1982). Eigentlich Arbeiter in einer Zementfabrik in Geelong, in der Nähe Melbournes, hat er seine Methode autodidaktisch entwickelt. Er hat anfangs neben seiner an Asthma leidenden Frau vor allem behinderte Kinder behandelt und auch die Footballspieler seines Lieblingsclubs. Schließlich wurde die Nachfrage nach Behandlungen so groß, dass er seine reguläre Arbeit aufgeben musste, und er anfing Geld für seine Behandlungen anzunehmen.

Er selbst bezeichnete sich als Osteopath, brach jedoch durch seine Arbeitsweise mit allen bis dahin gültigen Vorstellungen der manuellen Behandlung. Tom Bowen führte einmalige, kurze Stimulationen in die sogenannte »Weichteilarbeit« ein. Normalerweise herrscht die Vorstellung ein Gewebe »weichkneten« zu müssen. Bowen aber setzte auf die Selbstheilungskräfte und beobachtete, dass seine Methode noch besser wirkte, wenn er an bestimmten Punkten der Behandlung Ruhephasen einfügte. So verfeinerte er seine Methode immer mehr. Schließlich war seine Praxis eine der betriebsamsten in ganz Australien (1975 wurden offiziell 13000 von ihm behandelte Patienten gezählt.) In seiner Heimatregion wird dem verstorbenen Tom Bowen fast wie eines Volkshelden gedacht, da er trotz seines Erfolges immer ein bescheidener und einfacher Mann geblieben ist, der in erster Linie seinen Mitmenschen helfen wollte.

Unterrichtet hat Tom Bowen seine Methode nie. Die ISBT-Methode fußt auf der Zusammenarbeit mit drei Therapeuten, die über Jahre hinweg Bowen bei der Arbeit beobachten durften. Sie fingen nach seinem Tod an, leicht voneinander abweichende Interpretationen seiner Methode zu unterrichten.

In Australien ist BowenTherapie bereits von vielen Krankenkassen anerkannt, in den USA und England verbreitet sich die Methode seit einigen Jahren mit großem Erfolg. Im deutschen Sprachraum wird BowenTherapie seit dem Jahr 2000 nach der qualitativ hochwertigen, anerkannten ISBT-Methode unterrichtet.

Die Funktionsweise der BowenTherapie

Die BowenTherapie ist eine ganzheitliche, sanfte, manuelle Therapieform. Durch die Stimulation bestimmter Schlüsselstellen Ihres Körpers mit den Händen werden mehrere Effekte zugleich erreicht:

Das synergistische Zusammenwirken dieser Effekte macht die besonders gute und nachhaltige Wirksamkeit der BowenTherapie aus. Es werden eben nicht nur die Symptome behandelt, die Ihnen das Leben schwer machen, sondern auch noch die Faktoren, die der Entstehung Ihrer individuellen Problematik zugrunde liegen. Mit BowenTherapie bekommen Sie also eine wirklich ganzheitliche Behandlung, die Sie im Ganzen gesünder macht und Ihre Beschwerden an der Wurzel packt.

Wann kann die BowenTherapie eingesetzt werden?

Immer, denn es gibt keine Kontraindikationen (eine Ausnahme bilden wenige Griffe in der Schwangerschaft und selbstverständlich Zustände die der unverzüglichen ärztlichen Behandlung bedürfen). Der Nutzen von BowenTherapie Behandlungen ist durch ihren tief greifenden Effekt auf den Organismus nicht auf bestimmte Krankheitszustände beschränkt. Gleichwohl gibt es Einsatzschwerpunkte, für die sich BowenTherapie in besonderem Maße eignet. Dazu gehören:

Bowen Therapie kann auch bei schweren Erkrankungen hervorragend begleitend eingesetzt werden. So gibt es sehr positive Erfahrungen bei schweren Parkinson-Fällen, wo Bowen Therapie als eine von mehreren Therapiesäulen Anwendung fand. Ebenso gibt es positive Berichte über die begleitende Anwendung bei HIV und MS.

Grundsätzlich kann Bowen Therapie nicht nur kurativ oder lindernd angewendet werden, sondern auch prophylaktisch begleitend. Regelmäßige Anwendung bei Heranwachsenden hat sich als hervorragende Gesundheitsvorsorge und entwicklungsbegünstigend erwiesen.

zurück